Gesundheitswesen & Praxen · Schweiz

Marketing und digitale Systeme für Kliniken und Praxen in der Schweiz

Medizinalpersonen in der Schweiz dürfen nur sachlich und im öffentlichen Interesse werben, Patientendaten sind nach Schweizer Recht besonders schützenswert, und Patientinnen und Patienten wählen ihre Versorgung auf Deutsch, Französisch oder Italienisch. Präzision und Vertrauen zählen mehr als Werbung.

Die Schweiz mit den wichtigsten Wirtschaftszentren. Küstenlinien nach Natural Earth 1:50m; die Positionen sind echte Koordinaten. Die Schweiz mit den wichtigsten Wirtschaftszentren. Küstenlinien nach Natural Earth 1:50m; die Positionen sind echte Koordinaten. 46°48°10° Zurich Geneva Basel Bern Lausanne Lugano Zug St. Gallen 100 km Coastlines: Natural Earth
Die Schweiz mit den wichtigsten Wirtschaftszentren. Küstenlinien nach Natural Earth 1:50m; die Positionen sind echte Koordinaten.

Gesundheitsmarketing folgt in der Schweiz dem Grundsatz der Sachlichkeit. Das Medizinalberufegesetz erlaubt Medizinalpersonen nur Werbung, die objektiv ist, dem öffentlichen Interesse entspricht und weder irreführend noch aufdringlich ist, und die kantonalen Behörden beaufsichtigen Berufsleute und Einrichtungen.

Patientendaten fügen eine zweite Ebene der Sorgfalt hinzu. Gesundheitsdaten sind nach dem revidierten Datenschutzgesetz besonders schützenswert, und Ärztinnen und Ärzte unterstehen dem Berufsgeheimnis. Websites, Buchungswerkzeuge, Analytics und Patientenkommunikation müssen deshalb von Anfang an auf Vertraulichkeit ausgelegt sein — und in den Sprachen, die Patienten tatsächlich sprechen.

Die Regeln, die die Arbeit in der Schweiz verändern

Sachliche Werbung
Nach dem Medizinalberufegesetz dürfen Medizinalpersonen nur Werbung machen, die objektiv ist, dem öffentlichen Interesse entspricht und weder irreführend noch aufdringlich ist.
Kantonale Aufsicht
Die Kantone erteilen Bewilligungen an Medizinalpersonen und Einrichtungen und beaufsichtigen sie, und die kantonalen Behörden setzen die Berufspflichten durch.
Standesregeln
Die Standesordnung der FMH, des Berufsverbands der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, ergänzt für ihre Mitglieder Vorgaben zu Information, Werbung und Patientenbeziehungen.
Besonders schützenswerte Gesundheitsdaten
Gesundheitsdaten sind nach dem revidierten Datenschutzgesetz besonders schützenswerte Personendaten, was Formulare, Buchungssysteme, Analytics und E-Mail betrifft.
Berufsgeheimnis
Ärztinnen und Ärzte und ihre Mitarbeitenden unterstehen dem Berufsgeheimnis, deshalb dürfen Patientenkommunikation und Antworten auf Bewertungen niemals Informationen preisgeben.
Transparenz zur Kostenübernahme
Patienten brauchen klare Informationen darüber, welche Leistungen die Grundversicherung, eine Zusatzversicherung oder sie selbst bezahlen.

Dies beschreibt, wie wir Projekte planen und umsetzen. Es ist keine Rechtsberatung: Regeln ändern sich, und ihre Anwendung hängt von Ihren Umständen ab. Lassen Sie sich daher von einer in der Schweiz zugelassenen Anwältin oder einem Anwalt beraten.

Wie die Branche in der Schweiz aussieht

Die Grundversicherung ist in der Schweiz obligatorisch, und viele Einwohnerinnen und Einwohner haben zusätzlich eine Zusatzversicherung für die private oder halbprivate Versorgung. Patienten vergleichen Praxen nach Verfügbarkeit, Sprache, Ruf und Kostenübernahme, und die Online-Terminbuchung wird immer üblicher.

Private Leistungen wie Zahnmedizin, Dermatologie, ästhetische Medizin und Physiotherapie sind stark umkämpft, und Kliniken in Zürich, Genf, Lugano und in Ferienregionen ziehen internationale Patienten an. Die Kommunikation muss in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz funktionieren und oft auch auf Englisch.

Zürich
Der grösste private Gesundheitsmarkt, mit vielen Fachärzten und internationalen Patienten.
Genf
Internationale Patienten, Privatkliniken und ein französischsprachiger Markt.
Basel
Ein starkes Zentrum für Medizin und Life Sciences in einer grenzüberschreitenden Region.
Lausanne
Universitätsspital, Privatkliniken und Facharztpraxen.
Lugano
Italienischsprachige private Gesundheitsversorgung und Patienten aus dem nahen Ausland.

Was hier funktioniert

Sachliche Informationen zu Behandlungen
Faktenbasierte Seiten zu Leistungen, Qualifikationen, Erreichbarkeit und Kostenübernahme helfen Patienten bei der Wahl und entsprechen den Werberegeln.
Online-Terminbuchung
Integrierte Buchung und Erinnerungen entlasten das Telefon und verringern Terminausfälle.
Lokale Suche und Profile
Korrekte Profile in den richtigen Sprachen helfen Patienten, Praxen in der Nähe zu finden.
Mehrsprachige Kommunikation
Inhalte auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, für jedes Publikum geschrieben, schaffen Vertrauen.
Strecken für internationale Patienten
Klare Informationen und koordinierte Anfragen für Patienten, die für eine Behandlung anreisen.

Typische Projekte

Regelkonforme mehrsprachige Website
Sachliche, gut strukturierte Inhalte in den Sprachen der Patienten der Praxis.
Anbindung der Terminbuchung
Online-Termine, verbunden mit den Praxiskalendern, mit Erinnerungen.
Analytics ohne Gesundheitsdaten
Messung, die Gesundheitsinformationen von Werbung und Tracking durch Dritte ausschliesst.
Sicheres Patientenportal
Vertrauliche Nachrichten, Formulare und Dokumentenaustausch.
Erklärung der Kostenübernahme
Klare Informationen zu Grundversicherung, Zusatzversicherung und Selbstzahlung.

Wo es schiefgeht

Der häufigste Fehler ist werbliches Gesundheitsmarketing. Anpreisende Aussagen, Angebote und aufdringliche Kampagnen stehen im Widerspruch zum Gebot der sachlichen Werbung.

Der zweite ist sorgloses Tracking. Buchungs- und Anfrageseiten können Gesundheitsinformationen offenlegen, deshalb müssen Analytics und Werbe-Pixel sorgfältig konfiguriert werden.

Der dritte ist einsprachige Kommunikation in einem mehrsprachigen Land. Patienten in der Romandie oder im Tessin erwarten Informationen in ihrer eigenen Sprache.

Schliesslich unklare Informationen zur Kostenübernahme, die zu überraschten Patienten und schlechten Bewertungen führen.

Fragen

Dürfen Schweizer Kliniken Patientenstimmen verwenden?

Grosse Vorsicht ist geboten. Erfahrungsberichte werden leicht irreführend oder werblich, und jede Veröffentlichung von Patienteninformationen erfordert eine Einwilligung und muss das Berufsgeheimnis wahren.

Sollten Praxen Preise online veröffentlichen?

Bei Selbstzahlerleistungen helfen klare Preisangaben Patienten bei der Entscheidung und verringern Missverständnisse, sofern sie korrekt sind und sachlich statt als Werbeangebot präsentiert werden.

Ist das elektronische Patientendossier für Kliniken relevant?

Zunehmend. Das elektronische Patientendossier der Schweiz ermöglicht es, Gesundheitsinformationen mit Einwilligung der Patienten zu teilen, und Praxen brauchen Systeme und Abläufe, die damit arbeiten können.

Dürfen Schweizer Ärztinnen und Ärzte werben?

Ja, aber nach dem Medizinalberufegesetz nur so, dass die Werbung objektiv ist, dem öffentlichen Interesse entspricht und weder irreführend noch aufdringlich ist.

Wie schützenswert sind Gesundheitsdaten nach Schweizer Recht?

Sehr. Sie sind nach dem revidierten Datenschutzgesetz besonders schützenswerte Personendaten, und zusätzlich gilt das Berufsgeheimnis.

Welche Sprachen sollten Schweizer Klinik-Websites verwenden?

Die Sprachen ihrer Patienten: je nach Region Deutsch, Französisch oder Italienisch, oft mit Englisch für internationale Patienten.

Dürfen Kliniken auf Online-Bewertungen antworten?

Ja, aber ohne Informationen über die Patientin oder den Patienten preiszugeben, denn das würde das Berufsgeheimnis verletzen.

Buchen Schweizer Patienten Termine online?

Zunehmend, besonders bei Fachärzten und privaten Leistungen.

Wie sollte die Kostenübernahme erklärt werden?

Klar, mit einer Unterscheidung zwischen Grundversicherung, Zusatzversicherung und Selbstzahlung, bevor Patienten buchen.

Wer beaufsichtigt Kliniken in der Schweiz?

Die kantonalen Behörden erteilen Bewilligungen an Medizinalpersonen und Einrichtungen und beaufsichtigen sie.

Verwandte Leitfäden

Sprechen Sie mit uns über Gesundheitswesen & Praxen in der Schweiz

Erzählen Sie uns, was Sie verändern wollen. Wir sagen Ihnen, was die Regeln zulassen, wo die Arbeit ansetzen sollte und ob wir das richtige Team dafür sind.

Kontakt aufnehmen

Erzählen Sie uns, was Sie verändern wollen

Beschreiben Sie das Problem, nicht die Leistung — beides unterscheidet sich oft, und genau das herauszufinden ist der nützliche Teil eines ersten Gesprächs. Wir antworten innerhalb eines Werktags, und wenn es ausserhalb dessen liegt, was wir gut können, erfahren Sie das in der Antwort und nicht erst nach einem Termin.

Wir nutzen Ihre Angaben nur, um Ihnen zu antworten. Für nichts anderes, und ohne Verteiler.

WhatsApp