Pharma & Life Sciences · Schweiz
Marketing und digitale Systeme für Pharma und Life Sciences in der Schweiz
Die Schweiz ist ein globaler Life-Sciences-Standort mit strengen Regeln für Arzneimittelwerbung: Verschreibungspflichtige Arzneimittel dürfen nicht beim Publikum beworben werden, Fachwerbung muss zutreffend und ausgewogen sein, und Branchenkodizes regeln die Zusammenarbeit mit Fachpersonen. Die Kommunikation muss in mehreren Sprachen funktionieren.
Der Schweizer Life-Sciences-Sektor umfasst einige der grössten Pharmaunternehmen der Welt, dazu Biotech-Start-ups, Medtech-Firmen, Auftragsforschungsinstitute und Zulieferer. Swissmedic lässt Heilmittel zu und beaufsichtigt sie, und das Heilmittelgesetz und die zugehörige Werbeverordnung legen fest, was Unternehmen über Arzneimittel sagen dürfen.
Digitale Kommunikation muss in diesem Sektor wissenschaftliche Genauigkeit, regulatorische Konformität und mehrsprachige Zielgruppen in Einklang bringen. Fachpersonen erwarten präzise, evidenzbasierte Informationen auf Deutsch, Französisch oder Italienisch, Patienten brauchen klare Inhalte zur Krankheitsaufklärung, die nicht zur Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel werden, und Investoren und Talente suchen glaubwürdige Unternehmenskommunikation auf Englisch.
Die Regeln, die die Arbeit in der Schweiz verändern
- Keine Publikumswerbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel
- Publikumswerbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist in der Schweiz verboten. Patienteninhalte müssen sich auf die Krankheitsaufklärung konzentrieren, ohne bestimmte verschreibungspflichtige Produkte zu bewerben.
- Fachwerbung
- Werbung gegenüber Fachpersonen muss zutreffend, ausgewogen und wissenschaftlich belegt sein und mit der genehmigten Arzneimittelinformation übereinstimmen.
- Branchenkodizes
- Schweizer Branchenkodizes regeln die Werbung und die Zusammenarbeit mit Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen, einschliesslich der Transparenz geldwerter Leistungen.
- Medizinprodukte
- In der Schweiz vertriebene Medizinprodukte müssen die Schweizer Medizinprodukteregeln erfüllen, einschliesslich der Anforderungen an bevollmächtigte Personen für ausländische Hersteller.
- Humanforschung
- Klinische Forschung am Menschen folgt dem Schweizer Humanforschungsrecht und erfordert eine Bewilligung der Ethikkommission, was Rekrutierung und Studienkommunikation betrifft.
- Schweizer Datenschutz
- Personendaten, einschliesslich Gesundheitsdaten, fallen unter das revidierte Datenschutzgesetz, beaufsichtigt vom EDÖB.
Dies beschreibt, wie wir Projekte planen und umsetzen. Es ist keine Rechtsberatung: Regeln ändern sich, und ihre Anwendung hängt von Ihren Umständen ab. Lassen Sie sich daher von einer in der Schweiz zugelassenen Anwältin oder einem Anwalt beraten.
Wie die Branche in der Schweiz aussieht
Basel ist das Pharmazentrum der Schweiz, Zürich hat starke Biotech- und Medtech-Cluster, und die Genferseeregion beherbergt Life-Sciences-Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Schweizer Unternehmen exportieren Arzneimittel und Medizintechnik in die ganze Welt.
Der Sektor konkurriert international um Talente, Partnerschaften und Investitionen, deshalb zählt englische Unternehmenskommunikation neben Fach- und Patienteninhalten in den Landessprachen. Digitale Kanäle für Fachpersonen, medizinische Fortbildung und wissenschaftlichen Austausch wachsen weiter.
- Basel
- Das Zentrum der Schweizer Pharmaindustrie.
- Zürich
- Biotech, Medtech, Forschung und Start-ups.
- Genf
- Internationale Organisationen, Life Sciences und Gesundheit.
- Lausanne
- Forschung, Biotech und Medtech im Umfeld der Hochschulen.
- Zug
- Hauptsitze von Life-Sciences-Unternehmen und Investitionen.
Was hier funktioniert
- Portale für Fachpersonen
- Gesicherter Zugang zu Produktinformationen und Fortbildung für Fachpersonen.
- Inhalte zur Krankheitsaufklärung
- Patienteninformationen, die keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel bewerben.
- Wissenschaftliche Kommunikation
- Publikationen, Kongressinhalte und medizinische Fortbildung.
- Arbeitgebermarke
- Gewinnung von Talenten für wissenschaftliche und technische Funktionen.
- Investorenkommunikation
- Klare Updates für Investoren und Partner.
Typische Projekte
- Zugangsportal für Fachpersonen
- Passwortgeschützte Informationen für Fachpersonen im Gesundheitswesen.
- Freigabe-Workflow für Werbemittel
- Medizinische, rechtliche und regulatorische Prüfung von Materialien.
- Mehrsprachige Produktinformationen
- Korrekte Inhalte auf Deutsch, Französisch und Italienisch.
- Seiten zur Rekrutierung für klinische Studien
- Von der Ethikkommission bewilligte Studieninformationen.
- DSG-konforme Datenverarbeitung
- Einwilligung und Datenschutz für Daten von Fachpersonen und Patienten.
Wo es schiefgeht
Der häufigste Fehler sind Patienteninhalte, die zur Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel werden, etwa wenn eine Aufklärungsseite ein bestimmtes Präparat in den Vordergrund rückt.
Der zweite sind Fachmaterialien, die über die genehmigte Arzneimittelinformation hinausgehen.
Der dritte sind schwache Prüfprozesse für digitale Inhalte und Social Media, die schneller veröffentlicht werden als klassische Werbemittel.
Schliesslich uneinheitliche Übersetzungen zwischen den Landessprachen, die zu widersprüchlichen Aussagen über dasselbe Produkt führen.
Fragen
Wie sollten Schweizer Pharmaunternehmen Social Media steuern?
Mit klaren Regeln, wer posten darf, medizinischer und regulatorischer Prüfung der Inhalte, Abläufen für den Umgang mit Meldungen unerwünschter Wirkungen und Kommentaren und der Sorgfalt, dass öffentlich sichtbare Beiträge nie verschreibungspflichtige Arzneimittel bewerben.
Dürfen Schweizer Life-Sciences-Unternehmen Studienergebnisse online teilen?
Sie können wissenschaftliche und Studieninformationen in angemessener, ausgewogener Weise veröffentlichen, doch die Kommunikation an die Öffentlichkeit darf nicht zur Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel werden, deshalb müssen Kontext, Zielgruppe und Formulierung sorgfältig geprüft werden.
Was macht ein gutes Portal für Fachpersonen in der Schweiz aus?
Eine zuverlässige Prüfung des Fachstatus, korrekte Produktinformationen in der richtigen Sprache, nützliche Fortbildung und Services, klare Datenschutzhinweise und Inhalte, die medizinische und regulatorische Teams aktuell halten können.
Wie nutzen Schweizer Biotech-Start-ups digitales Marketing?
Vor allem für Investor Relations, Partnerschaften, Rekrutierung und wissenschaftliche Glaubwürdigkeit — über klare Websites, Publikationen, Kongresspräsenz und LinkedIn statt Produktwerbung vor der Zulassung.
Dürfen verschreibungspflichtige Arzneimittel in der Schweiz beim Publikum beworben werden?
Nein. Publikumswerbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist verboten.
Wer reguliert Arzneimittel in der Schweiz?
Swissmedic lässt Heilmittel zu und beaufsichtigt sie.
Welche Regeln gelten für Werbung gegenüber Fachpersonen?
Sie muss zutreffend, ausgewogen und wissenschaftlich belegt sein und mit der genehmigten Arzneimittelinformation übereinstimmen.
Folgen Schweizer Pharmaunternehmen Branchenkodizes?
Ja. Branchenkodizes regeln die Werbung und die Zusammenarbeit mit Fachpersonen.
Welche Sprachen braucht die Schweizer Pharmakommunikation?
Deutsch, Französisch und Italienisch für das Schweizer Publikum und Englisch für die internationale Kommunikation.
Was sind Inhalte zur Krankheitsaufklärung?
Informationen über Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten, die keine bestimmten verschreibungspflichtigen Arzneimittel bewerben.
Gelten für Medizinprodukte eigene Regeln?
Ja. Medizinprodukte folgen den Schweizer Medizinprodukteregeln.
Wie sollten Gesundheitsdaten behandelt werden?
Nach dem revidierten Datenschutzgesetz und mit hoher Datensicherheit.
Wo liegen die Schweizer Life-Sciences-Cluster?
Basel, Zürich und die Genferseeregion sind die wichtigsten Cluster.
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